GesHundheit
"Unsere Nahrungsmittel sollten Heilmittel, unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein"  (Hippokrates)
 

Giftige Lebensmittel für Hunde – diese Nahrungsmittel gehören nicht in den Napf

Viele Lebensmittel, die für Menschen völlig unproblematisch sind, können für Hunde gesundheitliche Risiken bergen.


Dabei hängt die Schwere einer möglichen Vergiftung oft von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise von:

  • der aufgenommenen Menge
  • dem Körpergewicht des Hundes
  • dem Alter
  • dem allgemeinen Gesundheitszustand
  • möglichen Vorerkrankungen

Deshalb sollten bestimmte Lebensmittel grundsätzlich nicht verfüttert werden.


Was tun, wenn Dein Hund etwas Giftiges gefressen hat?

Wenn Du vermutest, dass Dein Hund ein möglicherweise giftiges Lebensmittel aufgenommen hat, solltest Du möglichst zeitnah tierärztlichen Rat einholen.


Dabei sind folgende Informationen hilfreich:

  • Welches Lebensmittel wurde gefressen?
  • Welche Menge wurde ungefähr aufgenommen?
  • Wann ist es passiert?
  • Wie schwer ist Dein Hund?
  • Zeigt Dein Hund bereits Symptome?

Je früher gehandelt wird, desto besser lässt sich das Risiko einschätzen.



Schokolade
Schokolade enthält den Stoff Theobromin, den Hunde deutlich schlechter abbauen können als Menschen.


Mögliche Symptome sind:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Unruhe
  • erhöhter Herzschlag
  • Zittern
  • Krampfanfälle


Je dunkler die Schokolade, desto höher ist in der Regel der Theobromingehalt.


Zwiebeln und Knoblauch
Zwiebeln enthalten Stoffe, die die roten Blutkörperchen schädigen können.
Auch Knoblauch enthält ähnliche Verbindungen und sollte deshalb nicht unkontrolliert verfüttert werden.


Dies gilt ebenfalls für:

  • Zwiebelpulver
  • Knoblauchpulver
  • getrocknete Produkte


Rosinen und Trauben
Rosinen und Trauben können bei Hunden schwere Vergiftungen auslösen.


Warum manche Hunde besonders empfindlich reagieren, ist nicht vollständig geklärt.


Mögliche Symptome:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Mattigkeit
  • Nierenschäden


Avocado
Avocados enthalten den Stoff Persin.

Vor allem größere Mengen können bei Hunden zu Magen-Darm-Beschwerden führen.


Alkohol
Alkoholische Getränke sowie alkoholhaltige Lebensmittel sind für Hunde ungeeignet.
Bereits kleine Mengen können zu schweren gesundheitlichen Problemen führen.


Mögliche Symptome:

  • Koordinationsstörungen
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Atemprobleme
  • Bewusstseinsstörungen


Koffein
Koffein kommt unter anderem vor in:

  • Kaffee
  • Tee
  • Energydrinks
  • koffeinhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln

Koffein kann für Hunde gefährlich sein und zu Symptomen wie Unruhe, Zittern, Herzrasen oder Krampfanfällen führen.


Macadamianüsse
Macadamianüsse gelten als giftig für Hunde.


Mögliche Symptome:

  • Schwäche
  • Zittern
  • Erbrechen
  • Bewegungsstörungen
  • vorübergehende Probleme der Hintergliedmaßen


Roher Hefeteig
Roher Hefeteig kann im Magen weiter aufgehen.


Dadurch können entstehen:

  • Bauchschmerzen
  • starke Gasbildung
  • Aufblähungen

Zusätzlich kann während des Gärprozesses Alkohol entstehen.


Rohe Bohnen
Rohe Bohnen enthalten den Stoff Phasin.


Erst durch ausreichendes Erhitzen wird dieser Stoff unschädlich gemacht.
Rohe Bohnen sollten deshalb nicht an Hunde verfüttert werden.


Rohe Kartoffeln, Tomaten und Auberginen
Rohe und insbesondere unreife Nachtschattengewächse können Solanin enthalten.


Deshalb sollten:

  • rohe Kartoffeln
  • unreife Tomaten
  • rohe Auberginen

nicht im Hundenapf landen.


Rohes Schweinefleisch
Rohes Schweinefleisch kann das Aujeszky-Virus enthalten.


Eine Infektion verläuft für Hunde tödlich.


Bei Hausschweinen ist das Risiko heute deutlich geringer als früher. 

Bei Wildschweinen besteht jedoch weiterhin besondere Vorsicht.


Rohes Schweinefleisch sollte deshalb grundsätzlich nicht verfüttert werden.


Xylit (Xylitol)
Xylit ist ein Zuckerersatzstoff, der in vielen Produkten enthalten sein kann.


Dazu gehören beispielsweise:

  • Kaugummis
  • Bonbons
  • Backwaren
  • zuckerfreie Süßigkeiten
  • Zahnpflegeprodukte

Xylit kann bei Hunden bereits in kleinen Mengen zu einem lebensbedrohlichen Abfall des Blutzuckers führen.
Deshalb sollten xylithaltige Produkte immer außerhalb der Reichweite von Hunden aufbewahrt werden.


Nicht jede Vergiftung zeigt sofort Symptome

Ein wichtiger Punkt wird häufig unterschätzt:


Nicht jede Vergiftung zeigt sich unmittelbar.
Manche Symptome treten erst Stunden später auf.


Deshalb sollte man nicht abwarten, bis Beschwerden sichtbar werden, wenn bekannt ist, dass ein Hund ein potenziell giftiges Lebensmittel aufgenommen hat.


Das solltest Du beachten

Viele Lebensmittel, die für Menschen selbstverständlich sind, können für Hunde problematisch oder sogar gefährlich sein.


Deshalb lohnt es sich, die wichtigsten Risiken zu kennen und entsprechende Lebensmittel sicher aufzubewahren.


Im Zweifel gilt:
Lieber einmal zu früh tierärztlichen Rat einholen als einmal zu spät.
Denn eine schnelle Reaktion kann im Ernstfall entscheidend sein.




KI-generiert: Gegenüberstellung Hund mit giftigen und gesunden Nahrungsmitteln KI-generiert




 
 
E-Mail
Anruf
Infos
Instagram