GesHundheit
"Unsere Nahrungsmittel sollten Heilmittel, unsere Heilmittel Nahrungsmittel sein"  (Hippokrates)
 

Mykotherapie für Hunde – die faszinierende Welt der Vitalpilze


Vitalpilze sind weit mehr als ein Trend aus der Naturheilkunde. Sie enthalten eine interessante Mischung aus verschiedenen natürlichen Inhaltsstoffen und werden deshalb seit Langem untersucht und in unterschiedlichen Bereichen der naturheilkundlichen Praxis eingesetzt.


In der Mykotherapie geht es nicht darum, irgendeinen Pilz möglichst schnell einzusetzen. Entscheidend sind Pilzart, verwendeter Pilzbestandteil, Zubereitungsform, Konzentration und die individuelle Situation des Hundes.


Was macht Vitalpilze so interessant?


Pilze enthalten eine Vielzahl unterschiedlicher Inhaltsstoffe. Besonders bekannt sind unter anderem Beta-Glucane, Polysaccharide, Triterpene und weitere sekundäre Pflanzen- beziehungsweise Pilzinhaltsstoffe.


Die Zusammensetzung kann sich je nach Pilzart und Präparat deutlich unterscheiden. Deshalb ist ein Pulver aus dem Fruchtkörper nicht automatisch mit einem konzentrierten Extrakt gleichzusetzen.


Auch die Qualität des Ausgangsmaterials spielt eine Rolle.


Welche Vitalpilze werden häufig verwendet?


Zu den bekanntesten Pilzen, die in der Mykotherapie eine Rolle spielen, gehören beispielsweise:

Reishi (Ganoderma lucidum)


Der Reishi ist einer der bekanntesten Vitalpilze. Er wird traditionell in der asiatischen Pilzkunde verwendet und enthält unter anderem Polysaccharide und Triterpene.


Shiitake (Lentinula edodes)
Shiitake ist nicht nur ein bekannter Speisepilz. Er enthält unter anderem Beta-Glucane und weitere charakteristische Pilzinhaltsstoffe.


Cordyceps
Cordyceps gehört zu den besonders bekannten Pilzen der traditionellen chinesischen Pilzkunde. Bei modernen Präparaten sollte genau darauf geachtet werden, welche Art beziehungsweise welcher Bestandteil tatsächlich enthalten ist.


Maitake (Grifola frondosa)
Auch Maitake enthält verschiedene Polysaccharide und Beta-Glucane und wird häufig als Vitalpilzpräparat angeboten.


Agaricus blazei
Dieser Pilz ist ebenfalls für seinen Gehalt an Polysacchariden bekannt und wird in unterschiedlichen Präparaten verwendet.



KI-generiert: Agaricus Pilze in einer botanischen Vintage-Collage mit detailreichen Pilzfotografien, Illustrationen KI-generiert


Fruchtkörper oder Extrakt – macht das einen Unterschied?


 Ja.


Bei einem Vitalpilzpräparat ist nicht nur der Name des Pilzes interessant, sondern auch was genau verarbeitet wurde.


Ein Produkt kann beispielsweise aus getrocknetem Pilzpulver bestehen oder aus einem konzentrierten Extrakt. Durch die unterschiedliche Verarbeitung können sich Zusammensetzung und Konzentration der enthaltenen Inhaltsstoffe deutlich unterscheiden.


Auch deshalb sollte man verschiedene Produkte nicht allein anhand des Pilznamens miteinander vergleichen.




KI-generiert: Cordyceps Pilze in natürlicher Waldumgebung KI-generiert


Beta-Glucane: ein besonders spannender Bestandteil


Beta-Glucane gehören zu den bekanntesten Inhaltsstoffen von Pilzen. Dabei handelt es sich um Polysaccharide, deren Struktur je nach Pilzart unterschiedlich sein kann.


Genau diese Unterschiede machen die einzelnen Vitalpilze interessant – und zeigen gleichzeitig, warum Aussagen wie „Vitalpilze wirken alle gleich“ viel zu pauschal wären. 


Wie wähle ich einen Vitalpilz aus?


Für mich beginnt die Auswahl nicht mit der Frage:


„Welcher Pilz ist der stärkste?“


Sondern mit:


„Welcher Pilz und welches Präparat passen überhaupt zu diesem Hund?“


Dabei spielen unter anderem Alter, Gewicht, Ernährung, allgemeiner Zustand, bestehende Erkrankungen, Medikamente und die gewünschte Anwendung eine Rolle.


Auch die Qualität des Produkts ist wichtig. Herkunft, verwendeter Pilzbestandteil, Verarbeitung und Deklaration sollten nachvollziehbar sein.




KI-generiert: Warme Naturcollage mit ballonförmigen Agaricus-Pilzen. KI-generiert


Natürlich bedeutet nicht automatisch harmlos!


Auch natürliche Produkte können unerwünschte Wirkungen haben und Wechselwirkungen mit Medikamenten aufweisen.


Besondere Vorsicht ist deshalb bei Hunden mit bestehenden Erkrankungen, bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme, während Trächtigkeit sowie bei sehr jungen oder besonders empfindlichen Tieren sinnvoll.


Bei Erkrankungen oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollte die Anwendung von Vitalpilzpräparaten vorher mit der behandelnden Tierärztin oder dem behandelnden Tierarzt abgestimmt werden.


Wie ich Mykotherapie in meiner Beratung einsetze


In meiner Beratung geht es nicht darum, möglichst viele Präparate einzusetzen.


Ich betrachte zunächst die individuelle Situation des Hundes und prüfe anschließend, ob ein Vitalpilz überhaupt sinnvoll erscheint, welcher Ansatz infrage kommt und worauf bei der Auswahl des Präparats geachtet werden sollte.


Dabei ist mir eine transparente Betrachtung wichtig: Was wissen wir über den jeweiligen Pilz, welche Inhaltsstoffe sind relevant, wie ist das Produkt zusammengesetzt und wo liegen die Grenzen der Aussagekraft?


Mein Tipp beim Kauf von Vitalpilzen


Schau nicht nur auf einen großen Pilznamen auf der Vorderseite der Verpackung.


Interessanter sind die Details:
Welche Pilzart ist enthalten?
Welcher Teil des Pilzes wurde verwendet?
Handelt es sich um Pulver oder Extrakt?
Wie ist das Produkt deklariert?
Welche Inhaltsstoffe beziehungsweise Gehalte werden angegeben?
Und ist die Herkunft nachvollziehbar?


Gerade bei hochwertigen Präparaten lohnt sich deshalb ein Blick auf die vollständige Deklaration.


Mykotherapie individuell und verantwortungsvoll


Vitalpilze sind ein spannendes Feld zwischen Pflanzenkunde, Pilzkunde und naturheilkundlicher Praxis. Ihre Inhaltsstoffe sind vielfältig und machen die verschiedenen Pilzarten interessant – gleichzeitig sollte man ihre Möglichkeiten nicht überschätzen.


Für mich steht deshalb nicht das Versprechen einer schnellen Wirkung im Mittelpunkt, sondern eine sorgfältige Auswahl, eine nachvollziehbare Anwendung und die individuelle Situation Deines Hundes


 
 
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